Sonntag, 12. Januar 2014

Bootsinstandsetzung Atlanta - Koralle S6R


Hey Leute,

wie ich schon in meinem allerersten Post erzählt habe, bin ich vor Jahren durch Zufall zum stolzen Besitzer einer heruntergekommenen Jolle in betagtem Alter geworden. Das gute Stück hatte damals im Jahre 2002 schon 29 Jahre auf dem Buckel und hatte, wie mir scheint, bis dahin noch keine wirkliche Zuwendung in Sachen Pflege bekommen. Dementsprechend sah der Kutter auch aus und ich sah mich gezwungen, gleich nach dem Kauf Hand anzulegen und dem Schrecken ein Ende zu setzen. Der Spaß hat 'ne Weile gedauert (in einem ziemlich heißen Sommer 2002) und auch 'ne Stange Geld verschlungen. Aber naja, ich will euch hier nicht vorjammern, sondern euch davon berichten. Dafür habe ich keine Mühen gescheut und alte Bilder von damals ausgegraben und mich sogar hinter den Windows Movie Maker geklemmt und drei Vids für euch zusammengeschustert.

Na, dann kommen wir mal zur Sache. Meine Midgard ist eine Jolle des Modells S6R, auch als Koralle bekannt und stammt aus der schon lange nicht mehr bestehenden Atlanta Bootswerft im Allgäu. Infos über die Koralle samt den Originalprospekten von Atlanta könnt ihr euch hier reinziehen. 

Hier das Original Typenschild meiner Koralle:


Der Rumpf der S6R besteht bereits aus GFK, trotz des Alters der alten Lady. Und das GFK hatte dringend etwas Pflege nötig. Dass noch nie ein Anstrich gemacht wurde, war da noch das kleinste Übel. Es scheinen der oder die Vorbesitzer das gute Stück beim Anlanden am Slip immer gerne mit Schwung auf Kies rutschen gelassen zu haben. Man wollte wohl keine nassen Füße bekommen. Dementsprechend sah der Rumpf nach all den Jahren auch aus. Tiefe Risse, Scharten und Abschabungen waren das Resultat. Außerdem sah das schöne Mahagoni des Decks und Ruders so garnicht mehr schön aus. Stumpf, teils die Planken aufgesprungen, alte Fallen und Schoten. Der Beschlag im Masttop über den das Großfall lief komplett verschlissen. Oh Mann, da steckt Arbeit drin! Aber hey, das Ding soll den gleichen Sommer noch übers Wasser gepeitscht werden. Also Attacke!


Zunächst mal musste der Rumpf vernünftig abgeschrubbt und entfettet werden. Das mit dem Entfernen des Schmutzes und Entfetten ist wichtig, denn legt man gleich mit dem Schleifen am unbehandelten Rumpf los, arbeitet man den Dreck und das Fett mit in den GFK ein. Das fällt nicht gleich auf, rächt sich aber nach einer Weile mit Ablösungen des Lacks. Zumindest bilde ich mir das ein. 

So sah sie aus nach der Grundreinigung:

 

Wie ihr sehen könnt, sieht der Rumpf auch irgendwie fleckig aus. Das kam auch erst nach dem Entfetten zum Vorschein. Dafür benutzt habe ich ein mehr oder weniger spezielles Reinigungswaschmittel aus dem Bootsbedarf.

Etwas gewundert habe ich mich über ein Wellenmuster im GFK am Bug, dass ich auch erst nach der Reinigung entdeckte. Ich tippe aber mal auf einen Herstellungsmakel beim Laminieren:


Und jetzt zieht auch das mal rein:


Die Unterseite der Scheuerleiste sah auch nicht mehr besonders rosig aus. Da war schon mal in Ritzen irgendwelche Holzspachtelmasse geschmiert worden und hatte ordentlich gegammelt und musste da auch raus. Überhaupt sah die Unterseite der Scheuerleiste nicht gut aus. Sie wurde dann später komplett mitbehandelt und mit weißem Bootslack versiegelt, wie auch der Rumpf.

Nachdem wir den ramponierten Rumpf bestaunt hatten, machten wir uns ans Anschleifen des Rumpfes und das Aufschleifen der Risse um es anschließend vernünftig verspachteln zu können. Beim Abschleifen des rohen Rumpfes kann man schon viele der kleineren Kratzer und Riefen ausbügeln und die etwas größeren abmildern. Vergleicht mal die beiden Bilder mit dem Ursprungszustand oben:


Nach dem Voranschliff ging es den echten Wunden an den Kragen. Risse müssen geöffnet werden damit sie anschließend vernünftig repariert werden können. Es bringt nichts, die Spachtelmasse für das GFK einfach in die Risse zu schmieren. Nein, ein kleiner Handfräser muss her mit einem kleinen Schleifstein. Dann werden die Risse richtig geöffnet und zwar V-förmig. So entsteht eine schöne große Oberfläche am Riss an welcher die Spachtelmasse angreifen kann und sich mit dem GFK großflächig chemisch und mechanisch verbinden.

Das sieht dann in der Praxis so aus:


Sind alle Risse und soweiter entsprechend vorbereitet, kommt die Spachtelmasse zum Einsatz. Hier kann man natürlich keine Wald- und Wiesenspachtelmasse benutzen, sondern nur eine, die für den Bootsbau und das Reparieren von GFK geeignet ist. Im entsprechenden Fachhandel findet sich sowas. Wer nicht grade eine Werft mit Shop oder 'nen Bootsshop um die Ecke hat, kann einfach mal Online stöbern. Bei Compass findet sich normalerweise alles und noch viel mehr, was man zu Reparaturen und im sonstigen Bootsleben so benötigt. Wundert euch nicht, wenn das Zeug 'ne Stange Geld kostet, solche Materialien sind nun mal nicht günstig und wenn man will, dass es etwas taugt, muss man die Kohle wohl oder übel ausgeben. Bei der Spachtelmasse die ich verwendet habe, handelte es sich um eine zwei-Komponenten-Masse. Es war ratsam immer nur etwas davon anzurühren und es zügig zu verarbeiten, denn die Polymerisationsreaktion (Aushärtung) startet unmittelbar und verläuft flott, und wer direkt beide Dosen zusammenmischt wird nach fünf Minuten feststellen, dass das keine besonders geile Idee war.

Hier könnt ihr euch anschauen wie ich das Zeug damals angemischt habe. Verzeiht die schlechte Bildquali, aber die üblichen Digicams von 2002 hatten das halt nicht besser drauf.


Und hier seht ihr wie ich die jeweiligen Stellen verspachtelt habe:
 

Habt ihr das Verspachteln hinter euch gebracht, steht nun der unangenehme Teil in den Startlöchern. Nämlich das Verschleifen der Verspachtelung....und in meinem Fall war das ja leider der komplette Rumpf samt der Unterkante der Scheuerleiste. Das machte keinen Spaß. Und die Spachtelmasse ist verdammt hart. Aber je weiter man kommt, desto schöner wird der Rumpf und man weiß, warum man sich die Mühe macht und dass es sich lohnt.
Was das Verschleifen, und übrigens auch das zu Beginn stattgefundene Voranschleifen angeht, braucht ihr euch keine Illusionen zu machen und mit etwas Schmirgelpapier loszulegen. Dann schmirgelt ihr noch in 50 Jahren. Ohne Schwingschleifer, auch liebevoll "Schwabbel" genannt, geht da überhaupt nix. Von einem Bandschleifer würde ich abraten. Damit sind rundliche Flächen generell eher schwierig zu bearbeiten ohne das man sich sichtbare "Bahnen" in die Flächen schleift. Aber wenn ihr virtuos mit einem Bandschleifer umgehen könnt, geht's vielleicht doch. Mit einem feinen Blatt und gleichmäßigen Bewegungen könnte es funktionieren, falls ihr ums Verrecken keinen Schwingschleifer auftreiben könnt und zufällig ein Bandschleifer zur Hand ist.

Habt ihr das Schleifmartyrium hinter euch gebracht, sollte das Ganze so aussehen:


Das Schönste kommt zum Schluss und damit gemeint ist der finale Anstrich. Dazu braucht es Bootslack, diesen gibt es in allen beliebigen Farben wie immer im Fachhandel, der Werft eures Vertrauens oder bei Compass. Der geschliffene Rumpf muss erneut ordentlich gereinigt und entfettet werden. Dann wird ein Primer aufgetragen, er soll einen optimalen Verbund von GFK und dem Lack gewährleisten. Dann wird eine Schicht Grundierung aufgebracht und die muss ordentlich abtrocknen. Um das Ganze dann zum Abschluss zu bringen, müssen mindestens drei Schichten Hauptlack aufgetragen werden und die müssen auch jeweils abtrocknen und anschließend mit Handschmirgel etwas angeraut werden, bevor die nächste Schicht an die Reihe kommt.
Was nimmt man zum Streichen? Pinsel oder die Rolle? Hier scheiden sich die Geister. Wir haben beides ausprobiert und können mit Fug und Recht sagen, dass Airbrushen der beste Weg gewesen wäre. Nun hatten wir diese Ausrüstung aber nicht zu Hand. Die unteren Schichten haben wir mit der Rolle gemacht und das ging schnell und ganz okay. Allerdings nicht beim Hauptlack...hier gab das einen ganzen Haufen kleiner Luftbläschen im Lack. Also sind wir auf Pinsel umgestiegen und siehe da, das funktioniert wunderbar. Man sollte keinen neuen Pinsel benutzen, denn es lösen sich bei den neuen Dingern sehr gerne einzelne Haare heraus und die kleben dann im Lack. Und bei Bootslack hat man nicht viel Zeit sowas auszubessern, auch er beginnt relativ schnell auszuhärten und man muss den Rumpf schon zügig streichen und sollte auch auf jeden Fall zu zweit arbeiten um genug Fläche pro Zeit mit Anstrich zu versorgen.

Hier ein Paar Impressionen vom frisch lackierten Rumpf:


Die total vergammelte und zerschundene Zierleiste aus hässlichem grauen Kunststoff an der Außenkante der Scheuerleiste haben wir kurzerhand entsorgt. Tja, aber wo bekommt man etwas Gescheites und optisch anprechendes Neues her? Sollte nicht so schwer sein, oder? Der Bootsfachhandel bzw. die Werft des Vertrauens und so...jaja! Aber hier fand sich damals irgendwie überhaupt nix Gescheites. Fündig wurden wir dann in der Autozubehörabteilung bei einem Laden wie zum Beispiel ATU. Eine Zierleiste aus verchromtem Kunststoff mit Schaumstofffüllung und auch noch selbstklebend. Erfreulicherweise erhältlich in exakt der richtigen Breite und in ordentlicher Länge, sodass sie in einem Rutsch einmal ums Boot herum geklebt werden kann ohne Anstückeln zu müssen. 

Hier ist sie, die neue Zierleiste an der Scheuerleiste, sieht doch geil aus oder?


Vom Spachteln und Streichen des Mahagonidecks habe ich leider kleine Bilder. Aber das war auch nicht so aufregend. Ich musste nur einige Stellen im Holz spachteln. Da diese Stellen anschließend mit klarem Bootslack versiegelt wurden, habe ich normale Holzspachtelmasse benutzt. Aber es gibt ein Bild vom fertigen Lack und das möchte ich euch nicht vorenthalten:


Zu guter Letzt musste natürlich noch der Bootsname angebracht werden. Dazu ließ ich mir Aufkleber als einzelne Buchstaben anfertigen. Diese waren dann auf einem Trägermaterial, das ebenfalls klebt, aufgebracht und dies ermöglicht ein sehr einfaches Positionieren. Ich nenne diesen Moment "die Taufe" der Midgard, weil wir uns beim besten Willen nicht getraut hatten mit einer Schampus-Flasche auf das von meinem Bruder, Vater und mir hingebungsvoll frisch hergerichtete Boot einzudreschen und auch nicht welchen einfach drüber zu kippen und den klebrigen Mist anschließend wieder aufwischen zu müssen. 
Der Namenszug sieht nach 11 Jahren immer noch genauso gut aus, ist nicht ausgeblichen und hat sich auch nicht abgelöst.

Von diesem denkwürdigen Moment der Schiffstaufe gibt es ein Video. Wundert euch nicht wenn es etwas hektisch aussieht, ich habe die Videogeschwindigkeit etwas angehoben und für die Bildqualität hatte ich mich oben bereits entschuldigt. Keine Sorge, die nächsten Vids auf meinem Blog haben HD-Qualität.


Und so sah und sieht die gute Midgard seither aus. Allerdings hier noch nicht aufgeriggt und leider habe ich auch kein Bild von ihr in Action unter voller Besegelung.


Nach der Reparatur ging natürlich an dem guten Stück immer, wenn etwas Last anstand, irgendetwas kaputt und mittlerweile sind alle möglichen Teile der Fallen- und Schotenführung ausgetauscht oder irgendwie modifiziert. Neue Fallen und Schoten natürlich inbegriffen. Auch die Großschottalje habe ich umgekrempelt. Vor grade mal vier Monaten stellten wir fest, dass das Ruderblatt angebrochen ist. Mein Vater und ich haben dann zusammen kurzerhand ein Neues angefertigt. Eine entsprechende Mahagoni-Platte hatten wir in der Werft in Speyer bestellt. Bei der Gelegenheit habe ich auch die Ruderkontur verändert und damit die Ruderfläche vergrößert. Denn bei sportlichem Wind reichte der Ruderdruck bei hart gelegtem Ruder nicht aus, um der Luvgierigkeit hart am Wind Herr zu werden. Leider konnte ich das neue Ruder aber noch nicht unter entsprechenden Bedingungen testen.

Möglicherweise lest ihr hier in Zukunft noch den einen oder anderen Beitrag über die Midgard, denn wie gesagt, hat man an ihr immer etwas zu tun, wenn man möchte und mir steckt momentan zumindest noch eine Optimierung in der Nase, die ich dieses Jahr angehen möchte. 

Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, fühlt euch frei euch in den Kommentaren auszulassen.

Euer Markus

Kommentare:

  1. Hey Markus,
    das ist ja der Hammer. Ich stehe kurz davor eine 1972ér S6R zu kaufen aber die sieht noch schlimmer aus
    als Deine bevor Du Dich rangemacht hast. Darf ich fragen, was Du Damals bezahlt hast oder was Du für einen angemessenen Preis für ein stark restaurierungs bedürftiges Boot hälst..?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Dag,

      hmm…schwer zu sagen. Ich bin zu meiner Koralle damals gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Ein alter Segelkumpane des Onkels meiner damaligen Freundin hatte das Zeitliche gesegnet und den Kahn seiner Frau hinterlassen. Die Gute konnte mit Segelbooten nix anfangen und hat das Ding quasi an nen anderen Segelkollegen, ebenfalls alt und zu unbeweglich, verschenkt. Der hat bissl Arbeit in den Trailer gesteckt…Anstrich, TÜV und so…und mir dann Boot und Trailer zusammen mit Segeln und allem was dabei war für damals 300 Deutsche Mark verscheuert. Der Preis den ich gezahlt habe, kann man also net unbedingt als Vergleichswert nehmen. Ich würde dir aber mal so aus der Hüfte geschossen raten, einfach mal zu kucken wie Korallen auf den Online-Börsen so gehandelt werden und in welchem Zustand sie sind. Sind sie in gutem Zustand, würde ich deren halben Preis für eine restaurierungsbedüftige Koralle ansetzen. Natürlich spielt dann noch mit rein ob ein Trailer dabei ist und in welchem Zustand er ist. Auch ob Groß und Fock dabei sind und deren Zustand…musste glaub so bissl mit dem Daumenwert des halben Handelspreises auf den Online-Börsen übern Daumen schätzen. Du kannst, bevor du zuschlägst, mir aber gerne mal Bilder von dem Teil schicken und was alles dabei ist und was der Preis sein soll…dann kann ich dir mal mein ehrliches Bauchgefühl zu der Sache sagen :D

      Löschen
  2. Hallo Markus,

    ich habe mir jetzt auch endlich eine Koralle gekauft :-). Erstmal vielen Dank für deinen tollen Bericht zu der Restauration. Kannst du mir die Aufbereitungsarbeiten von den Mahagonidecks etwas genauer beschreiben. Deins sieht wieder richtig klasse aus und ich möchte das ebenfalls versuchen.

    Vielen Dank
    Gruß Carlo

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Hey Carlo :)

      erst mal herzlichen Glückwunsch zum Kauf :) Du hast eine gute Entscheidung getroffen Meister :) Also was das Mahagonideck angeht war das zum Glück keine riesen Sache. In meinem Falle war der Lack noch einigermaßen in Ordnung, nur verkratzt und stumpf an der Oberfläche. Da hat es stellenweise gereicht den Lack ordentlich anzuschleifen und dann fett neuen glasklaren Hochglanz Bootslack draufzupacken. Stellenweise war der Lack bis aufs Holz gerissen oder einfach milchig geworden. Da hab ich den Lack mit dem Bandschleifer einfach bis aufs Holz runtergeschliffen und von Grund auf etwa drei Lackschichten aufgetragen. Viel falsch machen kannst Du dabei eigentlich nicht. An- oder abschleifen vom Klarlack, dann die abgeschliffene Fläche ordentlich reinigen und dann mit einem nicht haarenden Pinsel üppig neuen Lack draufpacken, ruhig zwei, drei Schichten. Zwischen den einzelnen Schichten immer gut aushärten lassen und mit Schmirgelpapier, dem Bandschleifer oder einem Schwingschleifer an der Oberfläche anrauen bevor die nächste Schicht drauf kommt. Wichtig bei Lackarbeiten ist auch immer die Umgebungstemperatur. Zu kalt und feucht ist scheiße, dann ist der Lack so dick und zäh und härtet scheiße aus...kann auch milchig werden. Und im Hochsommer ist auch scheiße, denn dann ist der Lack zu dünn und zieht Rotznasen wie Sau. Fliegen sind dann auch ein ärgerliches Problem...die Drecksviecher werden vom Lackgeruch angezogen und hocken sich genau dann drauf wenn der beginnt abzubinden. Ach...apropos abbinden...du hast beim Lack die Wahl zwischen Zwei-Komponentenlack...da wird der Lack mit einem Härter oder Katalysator angerührt und dann heißt es "Gib Schubrakete"...denn das Zeug bindet dann ab wie der Teufel...weniger Katalysator kann man reinrühren, dann bindet der lack zwar langsamer, erreicht aber nicht seine volle Härte. Ich habe damals soweit ich mich erinnern kann einen stink normalen Bootslack benutzt den man nicht anrühren musste und der auf konventionelle Weise aushärtete. Das hat eigentlich gut funktioniert soweit :)

      Halte mich mal bissl auf dem Laufenden mit den Arbeiten an deiner Jolle :) Ich freue mich auch mal über ein Bildchen oder so :) Ich freu mich immer wie ein kleines Kind wenn mir jemand schreibt und meine Artikel weitergeholfen haben :)

      Halt die Ohren steif und viel Spaß mit deiner Koralle :)
      (Ich muss an meiner jetzt im Frühjahr auch wieder arbeiten...die Kimmschwerter sind beide vergammelt...und ich will ne Schwertarretierung einbauen...das sich die Dinger beim Segeln immer 45° einklappen geht mir auf die Eier :) )

      Bis dann
      Gruß

      Markus

      Löschen
  3. Hallo und vielen Dank für den schönen Bericht. Ich überlege auch gerade, ob ich mir eine Koralle zulege, ein Freund von mir möchte mir evtl. eine schenken, wenn ich beim Ausräumen des Hauses seiner Großeltern helfe.
    Jetzt habe ich mehrfach gelesen – u.a. auch bei Dir, dass die Beschläge der Koralle bei etwas mehr Wind gerne das zeitliche segnen. Gerne würde ich mehr darüber erfahren (werde die Koralle auf der Ostsee segeln), was da so auf einen zukommt und wie Du modifiziert hast bzw. wie Du die Schäden ausgebessert hast.

    Schöne Grüße

    Ki

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo :),

      sorry das ich mich jetzt erst melde. Ich war letzte Woche auf Törn und bin erst am Wochenende wieder zu Hause angekommen :). Schön, dass Du an eine Koralle rankommen kannst :). Die macht auf der Ostsee bestimmt Spaß (je nach Welle). Was bei mir beim Segeln mit der Koralle kaputt ging waren zum Glück weniger die Beschläge, sondern eher Kunststoffteile die einfach schon ein gewisses Alter ereicht hatten und dann halt aufgaben. Anonsten ist das Schiffchen recht robust. Allzu große Sorgen musst Du dir also denke ich weniger machen je nachdme in welchem zustand der Kahn ist wenn Du ihn übernimmst :). Sicherheitshalber würde ich auf der Ostsee einen kleinen Außenborder montieren. Falls mal doch Scheiße passiert, kommst Du damit immerhin wieder zurück in Sicherheit. Meine Modifikationen dienten hauptsächlich auch dem beheben von Verschleißproblemen. Zum Beispiel habe ich einen Edelstahlbeschlag nach meiner Zeichnung schweißen lassen für ins Masttopp mit einer neuen Rollenaufnahme für das Großfall und einem Gewinde für den Verklicker. Momentan bin dran eine Arretierung für di eKimm-Klappschwerter einzubauen. Voin Haus aus sind da nur Gummiexpander eingebaut die die Schwerter draußen halten sollen und in die Kästen gezogen werden die Schwerter mittels Leine. Die Gummiexpander packen das aber nicht und sind ja permanent gedehnt wenn die Schwerter eingeklappt sind. Dadurch haben die schnell keinen Schmackes mehr und sind quasi nutzlos. Bei etwas Fahrt mit dem Bot drückt der Wasserdruck die Schwerter wieder zumindest halb zurück in die Schwertkästen wodurch viel Stabilität verloren geht...man hat ja nur noch 50% Schwert im Wasser dann. Daher ersetze ich die Expander durch Leinen und baue Rollen und Klemmen ein damit die Dinger draußen bleiben. Ich habe auch bissl mit der Großschot und der Großtalje rumgetüftelt...aber das ist eigentlich nicht der Rede wert :).

      Auf jeden Fall würde ich bei der Koralle zugreifen, vor allem wenn Sie in einem noch halbwegs guten Zustand ist. Ich wünsche Dir damit viel Spaß und natürlich kannst Du dich auch bei Fragen jederzeit bei mir melden :). Hau rein! :)

      Viele Grüße

      Markus

      Löschen